Ottmar Griffel bleibt Trainer des SV Ottfingen

29. Januar 2010  Kategorie: Fußball

Ottfingen. Nach Jahren des Umbruchs setzt Fußball-Bezirksligist SV Ottfingen nun ganz auf Kontinuität. (Westfalenpost Olpe 28.01.10)

Abgesehen von Timo Winheller, der Spielertrainer beim SV 04 Attendorn wird, konnten die Gelb-Schwarzen mit allen Spielern für das kommende Jahr verlängern.

Auch Trainer Ottmar Griffel hat seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Dies gab Ottfingens 1. Vorsitzende Peter Hufnagel gestern bekannt.

„Der Kader hat sich sehr gut eingespielt und funktioniert hervorragend. Man sieht richtig das Feuer in den Augen der Spieler, das macht richtig Spaß. Deswegen war uns wichtig, dass die Mannschaft zusammenbleibt“, zeigte sich Hufnagel nach einem Marathon von Einzelgesprächen froh, dass alle Leistungsträger gehalten wurden und die Planungen für die kommende Saison schon fast abgeschlossen sind. Hufnagel: „Wir sind auch ein bisschen stolz, dass das so gut geklappt hat. Natürlich hatten einige Spieler auch Angebote von anderen Vereinen. Aber auch die Spieler wollen zusammenbleiben.“

Zudem ließ der Vorsitzende durchblicken, dass der derzeit eher dünne Kader durch fünf etablierte Spieler verstärkt werden soll, die man demnächst vorstellen möchte.

Auch in der Trainerfrage lief es beim SV Ottfingen auf eine Fortführung der Zusammenarbeit mit Ottmar Griffel hin. Kein Wunder, denn die Bilanz des 50-Jährigen Olpers kann sich sehen lassen. Eineinhalb Jahre nach Griffels Antritt ist der Umbruch, der nach dem Landesliga-Abstieg nötig wurde, als abgeschlossen und geglückt zu bezeichnen. Abwehr und Mittelfeld wurden komplett neu formiert.

Die Mannschaft ist wieder in der Lage, ihr Publikum zu begeistern, und auch die Ergebnisse stimmen. Platz vier wurde als Saisonziel ausgegeben, auf Platz zwei steht man zur Halbzeit. Hufnagel: „Es war richtig, nach dem Abstieg den Schnitt zu machen und einen Trainer zu holen, der nicht aus dem Verein kam. Einen, der uns richtig den Kopf wäscht. Genau so einen positiv verrückten Hund wie Ottmar Griffel brauchte der SV Ottfingen.“

Auch für Griffel war die Verlängerung kein Thema. „Die Vorraussetzungen stimmen. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand funktioniert gut und die Mannschaft ist auf einem guten Weg. Unsere Spieler sind entwicklungsfähig, hoch motiviert und leistungsorientiert. Das ist das Wichtigste.“

Eine Kampfansage an Tabellenführer Rot-Weiß Hünsborn verkneift man sich am Siepen jedoch bewusst. Zwar legte der SVO vor der Winterpause eine beeindruckende Serie hin, gewann acht der letzten neun Spiele und konnte den Prestige-Erfolg beim Wendener Hallenturnier feiern, doch dieser war überaus teuer erkauft.

Mit Albert Tahiri (Kahnbeinbruch) und Torwart Henning Vogt (Fingerbruch) erlitten zwei absolute Leistungsträger Verletzungen, die sie den Rest der Saison außer Gefecht setzen. Zudem brach sich Nils Hartmann den Zeh, nachdem zuvor schon Marc Lippe aus beruflichen Gründen seinen Abschied bekannt gab. Neuzugang Patrick Waswoski (kommt vom VSV Wenden) ist hingegen erst ab April spielberechtigt.

Insgesamt nicht die besten Vorausetzungen, um das Saisonziel nach oben zu korrigieren. Im Gegenteil. Mit Rückschlägen wird wohl zu rechnen sein. Doch Ottmar Griffel ist sich sicher, dass das Publikum auch mal Niederlagen verzeihen werde.

„Weil es sich mit der Mannschaft identifizieren kann und sieht, dass eine Elf auf dem Platz steht, die sich füreinander zerreißt“, erklärt Griffel, der sich mit diesem Ziel vor Augen in der vergangenen Saison nicht scheute, auch mal Spieler auszusortieren. „Als ich hier angefangen habe, war es gar keine Mannschaft. So kann man nicht oben mitspielen. Wer den Teamgeist nicht verkörpert, hat keinen Platz in der Mannschaft.“

Dass mit allen Spielern verlängert wurde, darf angesichts dieser Aussage als positives Zeichen gedeutet werden.

[Quelle: Westfalenpost Olpe]

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